Transit
Juni 26
von Anna Seghers (Aufbau Verlag)
Ein Roman, der 1941 und 1942 von Anna Seghers geschrieben und 1947 veröffentlicht wurde. Flüchlinge aus aller Welt treffen 1940 in Marseille ein, mit dem Wunsch, den Kontinent zu verlassen. Ohne Visa, Bescheinigungen, Stempeln, die schwer zu ergattern sind, ist das nicht möglich. Auf der Jagd nach diesen überlebenswichtigen Dokumenten kreuzen sich die die Wege des Ich-Erzählers mit einer Frau, die rastlos nach ihrem Mann sucht. Der Ich-Erzähler, dem KZ entronnen, ist zufällig an die Hinterlassenschaft genau dieses Mannes gekommen und erhält dadurch die Passage nach Übersee. Die beiden verlieben sich.
Anna Seghers schreibt diesen Roman unter dem Eindruck ihrer eigenen Flucht und beschreibt essistenzielle Exil-Erfahrungen, wie sie Menschen auch heute durchleben.
Den Raunächten (25.12. – 06.01.) wurde in ganz Europa besondere Bedeutung zugemessen. Es sind 12 Nächte, die ihren Ursprung vermutlich in der Zeitrechnung des Mondjahres haben. In den Mythologien wird oft angenommen, dass zwischen den Jahren die Gesetze der Natur ausser Kraft gesetzt sind, und man mit dem Geist von Tieren, Pflanzen und Verstorbenen in Kontakt kommen kann. Was immer da für einen persönlich bedeutsam sein mag – unbestritten ist es ein Übergang: Das alte Jahr wird abgeschlossen und ein neues Jahr beginnt.