Befreiter Naturatem

von Alice Schaarschuch

Foto: Michael Seyffer, Leipzig

In ihrer tiefen Natur-, und Gottverbundenheit und mit ernster Verantwortung fĂŒr die heilenden und die gefĂ€hrdenden AtemkrĂ€fte schrieben die Weisen und PriesterĂ€rzte vergangener Kulturen die Lehren vom Atem den Geheimlehren zu. Sie durften nicht anders als von  Mensch zu Mensch weitergegeben werden und wurden jeweils denen erschlossen, die eine  gewisse Stufe der Wesens- und Bewusstseinsentfaltung erreicht hatten. Das Erleben des Atems war Voraussetzung fĂŒr jede weitere Entwicklung, Ausreifung und KrĂ€ftesteigerung im Menschen. Und heute? Es ist wohl noch nie soviel nach dem Atem gefragt worden wie in dieser katastrophen-reichen Zeit von den „nach Atem ringenden“ Menschen.
Auch weniger gute Selbstbeobachter werden sich der Unruhe, Enge und BedrĂ€ngnis ihres  Atems im Betriebskampf dieser Zeit zwangslĂ€ufig bewusst. In allen Kreisen und Lebensaltern finden wir die Herz-, Kreislauf- und Atemnöte, die frĂŒher den Managern vorbehalten schienen, neben den anderen enorm sich hĂ€ufenden Erkrankungen. Mehr als irgendeines der vergangenen turbulenten Jahrzehnte fordert das gegenwĂ€rtige den frei atmenden Menschen.
Wenn viele auch nicht recht glauben, dass der Atem wirklich eine befreiende Rolle in ihrem Dasein spielen könnte, so lesen sie doch mit Interesse Zeitungsartikel ĂŒber dieses Thema, ĂŒben nach bebilderten Vorschriften und nach tĂ€glichen Rundfunkbefehlen. Sie kaufen sich mehr oder minder gute Atemliteratur, suchen Yoga- und Atemgymnastiklehrer auf. Es scheint die Atemlehre keine geheime Sache mehr zu sein, sie liegt gleichsam …

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Christliche Begegnungstage – 5 Tage in Kloster Heiligkreuztal

Mi 01.10. – So 05.10.25                             

Vor ĂŒber 30 Jahren grĂŒndeten Dr. med. Jochen Gleditsch und seine Frau Anneli Gleditsch die
Heiligkreuztaler Begegnungstage.Es ist eine Gemeinschaft, in der sich die Menschen ihrer christlichen Sozialisation bewusst werden und aus Glaubens-Erfahrung Antworten suchen zu Lebensfragen unserer Zeit.  

Ein Zeichen der Zeit ist die erschreckende Entwicklung der psychosozialen Belastung der Menschen durch ArbeitsĂŒberlastung und Angst vor sozialem Abstieg. Die Folgen sind u.a. eine sprunghafte Zunahme der depressiven Erkrankungen und des Burn – Out Syndrom sowie psychosomatische Beschwerden. Unser Gesundheitssystem selbst ist durch wirtschaftliche und konzeptionelle ZwĂ€nge ĂŒberlastet und vielfach nur punktuell hilfreich.  

Auf dem Boden eines christlich orientierten Menschenbildes mit der Offenheit fĂŒr einen interreligiösen Dialog arbeiten wir mit meditativen Elementen, Leib- und Atemerfahrung,
dem Herzensgebet, meditativem Tanz, Arbeit mit Klang und Stimme, Qi Gong, systemischer Aufstellungsarbeit, Bibliodrama, dem heilenden 12-Schritte-Programm der anonymen Selbsthilfegemeinschaften, geistigem Heilen und laden darĂŒber hinaus Therapeuten zu einem intensiven Austausch ĂŒber SpiritualitĂ€t im Praxisalltag ein.

Durch das vielfĂ€ltige Gruppenprogramm, bestehend aus Morgen-  und Tagesgruppen, bereiten wir ein Beziehungsfeld, in dem heilende Erfahrungen möglich werden und in einem ökumenischen Abschlussgottesdienst zum Ausdruck kommen. Die langjĂ€hrige Seminarreihe hat gezeigt, dass die gemeinsame Suche nach dem Sinn des Lebens in undogmatischem, ökumenischem Offensein und authentischem Begegnen eine Verwandlung im Inneren bewirkt und nach außen strahlt.

Mehr Informationen finden Sie hier

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So wie du mich kennst

Juli 2024

von Anika Landsteiner   (KrĂŒger Verlag)

Was weiß man wirklich ĂŒber die, die man liebt? Karlas Schwester Marie, eine Fotografin in New York, kommt beim Überqueren einer Straße ums Leben. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es war. Marie war Karlas Seelenverwandte, der Kompass in ihrer Welt und nun macht sie sich auf, die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Auf dem Computer von Marie findet sie verstörende Fotos und sie frĂ€gt sich, was sie alles nicht von ihrer Schwester wusste, die so ganz anders als sie selbst lebte. Was Karla nun sieht, verĂ€ndert ihren Blick auf Marie, auf sich selbst und damit auf ihr ganzes Leben. Es ist ein spannend erzĂ€hltes Buch ĂŒber eine Frau, die die eigene Nachbarin sein könnte. Tiefe SĂ€tze, die den Lebensalltag beschreiben und bei denen man innehĂ€lt …

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25 Letzte Sommer

Mai 2024

von Stephan SchĂ€fer  (Park Ullstein Verlag)

Zwei Menschen treffen sich, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer fĂŒhrt ein Leben mit endlosen To-Do-Listen und hetzt von Termin zu Termin und der andere sortiert jeden Tag Kartoffeln und denkt dabei ĂŒber das Leben in all seinen Belangen nach. Als Karl seinen gehetzten Gast damit konfrontiert, dass ihm noch ca. 25 Sommer bleiben, beginnen beide ein GesprĂ€ch ĂŒber die großen Fragen des Lebens. Was ist wirklich wichtig? Mit was verbringen wir unsere Zeit? Was gibt es noch fĂŒr LebenstrĂ€ume?
Das Buch lĂ€dt ein, Antworten zu diesen Fragen in uns selbst zu suchen. Dabei ist es ein lebenskluges, warmherziges und auch tröstendes Buch das einen sanft umarmt. 

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Die Kunst des Neuanfangs

MĂ€rz 2024
von Sarina Pfauth und Debora Kuder (Bene Verlag)

Ein Buch ĂŒber den Mut, neue Wege zu gehen. In diesem Buch erzĂ€hlen Menschen von Momenten, in denen ihr Leben ins Wanken geriet, von UmbrĂŒchen und ihrer Sehnsucht nach VerĂ€nderung. Woher sie den Mut genommen haben, neue Wege zu einzuschlagen. Diese Erfahrungen werden begleitet von Interviews und Experten, die erklĂ€ren, was es dazu braucht, gute Entscheidungen zu treffen und machen neugierig auf das, was noch werden könnte. 

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Das Pferd im Brunnen

Januar 2024        
Valery Tscheplanowa  (Rowohlt Verlag)

Im WDR sagt Frau Heidenreich zu diesem Buch „eine wunderschöne, poetische Sprache … ein Buch, das sich zu lesen lohnt“ und dem kann ich nur zustimmen!
Alles beginnt in einem russischen Kurort, Kasan, indem einst Stalin seine Sommer verbrachte. Nach dem Tod ihrer Großmutter Nina kehrt Walja dahin zurĂŒck und sucht nach ihren Wurzeln. Dabei erinnert sie sich an die Frauen, mit denen sie aufgewachsen ist und die sich einig waren in ihrer Abscheu gegenĂŒber AbhĂ€ngigkeit. Walja, die zwischen den Welten lebt, einmal in einem norddeutschen Dorf an der B77 und eben in dieser Wohnung in Kasan kann immer mehr sehen, wie sehr diese Frauen ihr Leben geprĂ€gt haben.

 

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Drei Tage, zwei Frauen, ein Affe und der Sinn des Lebens

Dezember 2023
von Karolien Notebaert  (Heyne Verlag)

Marie geht mit ihrer Mutter, einer Neurowissenschaftlerin, auf eine Wanderung in Irland, den Wicklow Way. Zwischen grĂŒnen Wiesen und malerischen Gebirgseen begegnen sie Schafen und ungewöhnlichen Menschen. Die GesprĂ€che drehen sich um nichts weniger als um die Frage, wie unsere Gedanken unsseren Lebensweg beeinflussen und wie wir sie positiv steuern können. Dabei gilt es in erster Linie seinen Affen, also die stĂ€ndigen GedankenrĂ€der an die Leine zu nehmen. Der Weg dahin, die Achtsamkeitsmeditation … insofern auch ein Atembuch.
Das Gehirn kann nicht gleichzeitig denken und mit den Sinnen etwas erspĂŒren. Das ErspĂŒren der InnenrĂ€ume entlastet also aktiv die Amygdala.

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Wie berechnete ein Grieche vor 2200 Jahren den Erdumfang?

Schon im 3. Jahrhundert vor Christus wurde vom Gelehrten Eratosthenes von Kyrene der Umfang der Erde berechnet. Er kannte die Entfernung von Assuan und Alexandria und maß den Einfallswinkel der Sonne an dem einen Ort, wĂ€hrend sie in dem anderen im Zenit, das heißt senkrecht stand. Daraus errechnete er einen Erdumfang vonn 39690 km was gar nicht so schlecht ist, wenn man bedenkt, dass die LĂ€nge des Äquators 40075 km betrĂ€gt und somit die Berechnung des schlauen Griechen weniger als ein Prozent Abweichung betrĂ€gt. DarĂŒber hinaus kann man auch sagen, dass im Altertum nicht alle Menschen glaubten, auf einer Scheibe zu leben.

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Die Kraft, die uns mit allem verbindet

in Radio Bayern 2
ein Beitrag von Matthias Morgenroth am Ostermontag 2022 8.30 Uhr

Der Atem begleitet uns vom ersten Moment des Lebens an und ist uns im Alltag meist ganz unbewusst. Jedoch sehen Religionen im Atem eine Verbindung von Körper und Seele – bewusstes Atmen kann eine spirituelle Übung sein.
Matthias Morgenroth geht auf Entdeckungsreise: Was vermag der Atem, wenn wir uns mit ihm verbinden?

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Advent

Advent feiern heißt warten können;
Warten ist eine Kunst, die unsere ungeduldige Zeit vergessen hat.
Sie will die reife Frucht brechen,
wenn sie kaum den SprĂ¶ĂŸling setzte;
aber die gierigen Augen werden nur allzuoft betrogen,
indem die scheinbar so köstliche Frucht von innen noch grĂŒn ist,
und respektlose HĂ€nde werfen undankbar beiseite,
was ihnen so EnttÀuschung brachte.

Der nicht die herbe Seligkeit des Wartens, das heißt des Entbehrens in Hoffnung, kennt,
der wird nie den ganzen Segen der ErfĂŒllung erfahren.

Wer nicht weiß, wie es einem zumute ist, der bange ringt
mit den tiefsten Fragen des Lebens, seines Lebens,
und wartend, sehnend ausschaut bis sich die Wahrheit ihm entschleiert,
der kann sich nichts von der Herrlichkeit dieses Augenblicks,
in dem die Klarheit aufleuchtet trÀumen,

und wer nicht um die Freundschaft, um die Liebe eines anderen werben will,
wartend seine Seele aufschließt der Seele des anderen,
bis sie kommt, bis sie Einzug hÀlt,
dem bleibt der tiefste Segen eines Lebens zweier Seelen ineinander fĂŒr ewig verborgen.

Auf die grĂ¶ĂŸten, tiefsten, zartesten Dinge in der Welt mĂŒssen
wir warten, da gehts nicht im Sturm, sondern nach den göttlichen
Gesetzen des Keimens und Wachsens und Werdens.

Dietrich Bonhoeffer  (1906 in Breslau – 1945 im KZ FlossenbĂŒrg)
Lutherischer Theologe und profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche

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FrĂŒh am Morgen beginnt die Nacht

November 23
von Wally Lamb

Es ist ein Ă€lteres Buch, das mir wieder in die HĂ€nde gefallen ist und das mich noch einmal begeistert hat. Dominick Birdsey kĂŒmmert sich seit seiner Kindheit um seinen Bruder, der an Schizophrenie leidet. Sein eigenes Leben ist auch nicht einfach und geht StĂŒck fĂŒr StĂŒck in die BrĂŒche und auch seine Mutter stirbt, ohne ihm zu sagen, wer der Vater von ihm und seinem Bruder ist. Als nun Thomas in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden soll, unternimmt er noch einmal alle Anstrengungen ihn davor zu bewahren. Um dabei selbst nicht verloren zu gehen, muss er sich nicht nur dem Schmerz der Vergangenheit stellen, sondern sich auch den dunklen Seiten in sich zuwenden, die er tief in sich verschlossen hat. Wally Lamb erzĂ€hlt mit viel Witz und Sinn fĂŒr die schwierigen Lebenssituationen, denen man sich zuweilen stellen muss.

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Jill Bolte Taylor, Gehirnforscherin erzĂ€hlt ĂŒber ihren Schlaganfall

Jill Bolte Taylor beobachtete ihre Gehirnfunktionen, Motorik, Sprache, Selbstbewusstsein … eine nach der anderen wĂ€hrend ihres Schlaganfalls. Es ist ein berĂŒhrendes und informatives Dokument was passiert, wenn einen „der Schlag trifft“. DarĂŒber hinaus gibt es einen Einblick ins Ganzheitsbewusstsein.
Man findet diesen Film auf Youtube. 

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Melody

August 2023
von Martin Suter   (Diogenes Verlag)

Ein wirklich aufregend erzĂ€hlter Roman, von dem man sich kaum mehr lösen kann. Ein alter, sterbenskranker ZĂŒricher, der jahrzehntelang Politik und Gesellschaft dirigiert hat, sucht und findet einen Nachlassverwalter dessen Aufgabe es zunĂ€chst sein soll, alles Unangenehme zu seiner Person in den privaten Archiven zu vernichten um zu gewĂ€hrleisten,  der Nachwelt ein schöngefĂ€rbtes Bild seiner Person zu hinterlassen. Eigentlich aber erzĂ€hlt ihm der Sterbende von seiner großen Liebe, Melody, die kurz vor der Hochzeit verschwand. Man befindet sich beim Lesen stĂ€ndig zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen Moral und Selbstdarstellung und kann nicht mehr aufhören zu lesen, bis das Buch zu Ende ist.

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Chuzpe

Juli 2023
von Lily Brett
Ein herrliches Buch ĂŒber Ruth, die nicht begreifen will, dass ihr 87 jĂ€hriger Vater Edek seine sehr eigenen Vorstellungen von Lebensabend hat. Nicht nur beginnt er ein VerhĂ€ltnis mit der wesentlich jĂŒngeren Zofia, er will auch ein Restaurant in der Lower Eastside eröffnen, das auf polnische FleischbĂ€llchen spezialisiert ist. Es ist ein sprĂŒhender und kurzweiliger Roman ĂŒber VĂ€ter und Töchter, ĂŒber polnische KĂŒche und New Yorker Neurosen. Eine Mischung aus Witz, WĂ€rme und Verstand.

 

 

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Wenn alles zusammenbricht

Juni 23
von Pema Chödrön  (Goldmann Verlag)

Es gibt Zeiten, in denn alles schief geht und man hat zuweilen das GefĂŒhl das die eigenen Welt zusammenbricht.
Pema Chödrön ist Meditationsmeisterin in der Tradition des tibetischen Buddhismus und beschreibt in diesem Buch Mittel und Wege, schmerzliche Erfahrungen in Lernprozesse umzusetzen.

 

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Sophia, der Tod und ich

MĂ€rz 2023
von Thees Uhlmann  (Kiwi-Verlag)

Ihr habt es schon gemerkt … im Moment komme ich nicht soviel zum Lesen. Dieses Buch hat mich wirklich sehr amĂŒsiert und immer wieder saß ich glucksend, lachend auf der Couch.
Es ist ein DebĂŒtroman des Musikers Thees Uhlmann und beginnt damit, dass der Tod an der TĂŒr klingelt -> aber anstatt den ErzĂ€hler ins Jenseits zu befördern entwickelt sich mit hinreißenden Wortgefechten ein Nachspiel ĂŒber Liebe, Freundschaft und Glauben: dem Tod gelingt, zu seiner Verwunderung, nicht, den ErzĂ€hler sterben zu lassen. Stattdessen begleitet er ihn, gemeinsam mit der ruppigen Exfreundin des ErzĂ€hlers zu einem spektakulĂ€ren Roadtrip.
Wirklich ein lustiger und zugleich anrĂŒhrender Roman – unbedingt lesen!

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