Literatur

Literatur-Tipps

Rositas Haut

Mai 2017
Esther Vilar (dtv Verlag)
Ein Buch, das ich bereits 1995 gelesen und gerade wieder neu entdeckt habe: Können Sie sich vorstellen, dass eine Mücke eine Seele besitzt?
Dass sie sich verlieben kann?
Rosita arbeitet in einer Kühlschrankfabrik und liebt ihren Chef. Im Liebesnest ist eine Mücke die dritte im Bunde, die ebenso Rositas erotischer Ausstrahlung verfällt wie der Kühlschrankfabrikant.
Spannend wie ein Kriminalroman und eines der originellsten und umwerfensten Werke erotischer Literatur, die ich gelesen habe.
Ein Muss für den Sommer und jede/n, die es noch nicht kennt.

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Schloss aus Glas

April 2017
Jeannette Walls (Diana Verlag)
Jeannette Walls ist bereits eine erfolgreiche Journalistin und lebt in einer Luxuswohnung in New York als sie ein Buch über ihre Kindheit schreibt:
Ein Leben ausserhalb gesellschaftlicher Normen und Konventionen. Der Vater ein Träumer und Säufer, die Mutter eine Künstlerin, deren Kunst stets Vorrang vor dem Wohl der Kinder hat. Und doch beschreibt sie sich als glückliches Kind, dem der Vater die Sterne vom Himmel holt und ihr ein Schloss aus Glas verspricht. Was bedeutet es da, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen – oder bei Nacht und Nebel den Wohnort zu wechseln.
Beim Lesen dieses Buches wechseln die Gefühle zwischen Grauen und Lachen.

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Das Rosie-Projekt

März 2017
von Graeme Simision (Fischer-Verlag)

Dr. Tillmann, ein Genetiker, findet menschliche Beziehungen meist höchst verwirrend und irrational – würde aber gern die Frau fürs Leben finden. So entwickelt er das Ehefrau-Projekt: mit einem 16seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden, also keine, die raucht oder trinkt, Veganerin ist oder gar unpünktlich.
Da kommt Rosie: unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin die ihr eigenes Projekt verfolgt: sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse und ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Dr. Tillmann staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen.
Ein witziger, großartiger Roman darüber, wie man mit sich selbst in Einklang kommen kann.

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Judas

Februar 2017
von Amos Oz (Suhrkamp Verlag)
Im Winter 1959 wird der junge Schmuel von seiner Freundin verlassen, seine Eltern müssen Konkurs anmelden und er dadurch sein Studium abbrechen um selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Er findet Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter eines behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Dieser lebt mit seiner schönen Schwiegertochter Atalja Abranbanel zusammen, die fast doppelt so alt ist wie Schmuel und die ihm gleich zu Beginn sagt, dass er diesen Arbeitsplatz verlieren würde, wenn er sich in sie verliebe.
Zunächst scheint es, als würden alle drei ein ruhiges Leben führen. Schmuel beginnt wieder mit seiner Forschungsarbeit über „Judas in der Perspektive der Juden“, die Verkörperung des Verrats und der Niedertracht und entschlüsselt allmählich die Geheimnisse des dunklen und einsamen Hauses und seiner Bewohner.
Dieses Buch wurde 2015 mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.

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Atembücher

Ich werde oft gefragt, welche Bücher man lesen soll über die Atemarbeit.
Das ist nicht einfach … denn diese Arbeit lebt von der Erfahrung an sich selbst und ist immer geprägt von der Person, die sie anleitet.
Auf dem Buchmarkt finden sich unzählige Bücher über den Atem. In Deutschland gibt es viele Atemschulen, deren Leiter sich in unterschiedlicher Weise dem Thema Atem annehmen und noch mehr Therapeuten, die sie in Kursen und Einzelarbeit anbieten. Wovon  man sich ansprechen lässt hat meist mit der eigenen Prägung und Biographie zu tun.

Meine Arbeit ist sehr geprägt von Herta Richter und Irmela Halstenbach.
Deshalb sind mir diese beiden Frauen auch besonders nah:
„Vom Wesen des Atems“ ist 2006 erschienen im Forum Zeitpunkt, Reichert Verlag
Herta Richter im Gespräch mit Dieter Mittelsten-Scheid
„Atem holen aus der Tiefe“ bei Book on Demand (ISBN: 978-8370 – 4653-3)
von Irmela Halstenbach (gesammelte Texte)
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Allen die sich (auch ganz allgemein) über Theorie und Praxis der Lehre des Atems informieren wollen lege ich das Buch von Erika Kemmann und Katrin Fischer ans Herz. Es ist – wie ich finde – eine sehr gute „Standortbestimmung“ die den Rahmen der Atemarbeit beschreibt – seine Weite als IMG_20170205_0003_NEWauch seine Grenzen. Es ist erschienen 1999 im Verlag Urban & Fischer. 

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Die verborgene Sprache der Blumen

Dezember 2016
von Vanessa Diffenbaugh (Knaur Verlag)

Die 18-jährige Waise Victoria hält jeden, der ihr nahekommen will auf Abstand. Als kleines Mädchen hat sie die Sprache der Blumen und ihrer Bedeutung erlernt und kann nur darüber in die Begegnung mit Menschen gehen.
Ein Buch, bei dem man Raum und Zeit vergisst und jede Minute nutzt zu ihm und der Geschichte zurückzukehren.

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Die Schuld der Anderen

November 2016
von Gila Lustiger (Berlin Verlag)

Der Journalist Marc Rappaport bekommt einen Hinweis auf einen Prostituiertenmord, der vor 27 Jahren geschah und jetzt durch einen DNA Vergleich lösbar erscheint. Dabei stößt er bald auf Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik. Was als klassische Ermittlungsarbeit beginnt, wird zu einem atmosphärisch dicht erzählten Gesellschaftsroman über ein ganzes Land und unsere Gegenwart.

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Die Holunderschwestern

Oktober 2016
von Teresa Simon (Heyne Verlag)

Die Restauratorin Katharina bekommt Besuch aus England: Alex Bluebird überreicht ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny, die bis ins Jahr 1918 zurückreichen, indem sich Fanny in München eiinen Namen macht als Köchin. Die Tagebücher beschreiben das aufregende Leben zwischen den beiden Weltkriegen. Fanny lernt viele Künstler kennen und ist um ihre eifersüchtige Schwester in Sorge, die bis heute in der Familie der Restauratorin todgeschwiegen wird. 
Katharina begreift, dass damals etwas geschehen sein muss, das bis heute Schatten auf ihre Familie wirft. sie taucht immer weiter in die Vergangenheit ein und kommt einem unvorstellbaren Verrat auf die Spur.
Eine spannende Geschichte, die anschaulich beschreibt, wie der Boden bereitet wird – der dann zur Diktatur des Nationalsozialismus führt.

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Die vierzig Geheimnisse der Liebe

Juli 2016
von Elif Shafak (Kein & Aber Pocket Verlag)
Ella ist vierzig, verheiratet, hat drei Kinder im Teenageralter und lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Als Gutachterin für eine Literaturagentur taucht sie ein in einen Roman über den Sufi-Dichter und Mystiker Rumi, und die vierzig ewigen, geheimnisvollen Regeln der Liebe. Sie beginnt ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Wunderbar zu lesen! Wunderbar in die einzelnen Kapitel einzutauchen und sie an sich wirken zu lassen.

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Fremde Wasser

April 2016
von Wolfgang Schorlau (KiWi Verlag)
Bevor die Bundestagsabgeordnete Angelika Schöllkopf im Plenum des Bundestages ihre Rede halten kann, bricht sie zusammen und stirbt vor laufender Kamera. Die Großmutter glaubt nicht an den plötzlichen Herztod und beauftragt den Privatermittler Georg Dengler mit Nachforschungen.
Im Zuge dieser Ermittlungen befindet er sich mitten im globalen Machtkampf um den wichtigsten Rohstoff der Welt: Wasser.
Wolfgang Schorlau sagt zu diesem Buch: “ die Figuren sind ausgedacht. Der zugrunde liegende Sachverhalt ist es nicht. In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden“ und verweist auf seine Homepage in der man nachrecherchieren kann.
Ein Muss!

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Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

April 2016
von Joel Dicker (Piper Verlag)
Im Garten des bekannten Harry Quebert wird eine Leiche gefunden und mit ihr das Originalmanuskript seines Bestsellers. Es ist die seit 33 Jahren verschollene Nola, eine damals 15jährige junge Frau. Als Quebert auch noch zugibt mit ihr ein Verhältnis gehabt zu haben ist der Skandal perfekt.
Er wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält ist sein Schüler und Freund Marcus Goldmann, mittlerweile ebenfalls ein erfolgreicher Schriftsteller. Er fährt nach Aurora um auf eigene Faust zu ermitteln.
Ein raffinierter Krimi und ein atemberaubendes Lesevergnügen bis zur letzten Seite.

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Die letzte Flucht

März 2016
von Wolfgang Schorlau (KiWi-Verlag)

Prof. Dr. Bernhard Voss, Arzt in der Charitè wird eines schrecklichen Verbrechens beschuldigt: er soll eine Neunjährige mißbraucht und ermordet haben. Die Beweise sind erdrückend. Georg Dengler macht sich an die Arbeit und entdeckt die Bedrohung durch die übermächtige Pharmaindustrie. Fast nebenbei erzählt er die Geschichte über den Widerstand gegen das Bauprojekt Stuttgart 21.
Eine „Geschichte“, bei in der einem der Atem stockt!

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Das Gold im Schatten

Februar 2016
von Robert A. Johnson (Peter Hammer Verlag)
Der goldene Schatten
In diesem Buch werden Einsichten von Robert A. Johnson vermittelt über die Projektion. Es geht darum positive Eigenschaften wie Kreativität, Mut, Fantasie und Eigensinn aus dem Schatten der eigenen Persönlichkeit ans Licht zu bringen und in Besitz zu nehmen.

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Der Sommer ohne Männer

Januar 2016
Sri Hustvedt (rororo Verlag)

Die Dichterin Mia steckt in einer Krise: ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause.
Diese Pause ist nicht nur jünger als sie, sondern auch noch seine Assistentin. Mia beschließt die nächste Zeit in der Nähe ihrer Mutter, einer vitalen 90jährigen und deren Freundinnen zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer und eine Zeit der Reflexion.
Ein wunderbares Frauenbuch: es geht um Mütter, Freundinnen, Töchter, über Rivalinnen und junge sowie alte Frauen.

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Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Dezember 2015
von Elisabeth Tova Bailey (Nagel & Kimche Verlag)

Durch eine Krankheit zur Ruhe gezwungen beobachtet die Autorin wie beiläufig eine Schnecke, die im Blumentopf neben ihrem Bett lebt.
Der Leser wird mitgenommen in eine faszinierende Expedition ins Tierreich, lässt ihn poetisch staunen und gibt wissenschaftliche Auskünfte über ein hochgradig komplexes Lebewesen.
Für mich ein gänzlich unerwartetes Lesevergnügen!

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Die Frau auf der Treppe

November 2015
von Bernhard Schlink (Diogenes Verlag)

Ein berühmtes Bild von einer Frau ist lange verschollen und taucht plötzlich wieder auf. Drei Männer, die diese Frau einst liebten und sich von ihr betrogen fühlten treffen sich mit ihr an der australischen Küste. Die einen wollen haben, was ihnen vermeintlich zusteht – nur einer begegnet der Frau neu.
Dieses Buch beginnt als Krimi und endet als Lebens-, und Liebesgeschichte.

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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

September 2015
von Haruki Murakami (btb Verlag)

Der junge Herr Tazaki ist Teil einer Cliique von fünf Freunden, die alle eine Farbe im Namen haben. Nur er fällt aus der Reihe und empfindet sich auch im übertragenen Sinne als „farblos“. Als er nach der gemeinsamen Schulzeit zum Studieren nach Tokio geht, bleibt diese Gemeinschaft erst einmal bestehen. Als er jedoch in den Ferien voller Vorfreude in sein Heimatdorf zurückkehrt schneiden ihn seine Freunde aus unerklärlichem Grund. Er erhält einen Anruf, dass er sich in Zukunft von ihnen fernhalten soll, er wisse schon warum. Verzweifelt kehrt Herr Tazaki nach Tokio zurück wo er ein halbes Jahr nahe dem Selbstmord verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige seiner neuen Freundin Sara. Diese ermutigt ihn sich seinen Dämonen der Vergangenheit zu stellen.

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Der Trafikant

August 2015
von Robert Seethaler (Kein& Aber Verlag)

Der 17jährige Franz Huchel verlässt 1937 sein Elternhaus um in Wien als Lehrling in einer Trafik sein Glück zu suchen. Dort begegnet er Sigmund Freud und es entwickelt sich ein ungewöhnliche Freundschaft.
Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse spitzen sich dramatisch zu und schon bald werden alle von diesen mitgerissen.
Ein Lesegenuss!

 

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No & ich

Juli 2015
von Delphine de  Vigan (Knaur-Verlag)

Lou ist hochbegabt und eine Einzelgängerin. Sie beobachtet gerne Menschen und stellt dabei gewagte Therorien auf. Irgendwann begegnet sie No, einem Mädchen, das auf der Strasse lebt und deren Einsamkeit ihre Welt in Frage stellt.
Ein erstaunlicher Roman, der berührt.

 

 

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Über mich sprechen wir ein andermal

Juni 2015
von Edna Mazya (KiWi-Verlag)

Nomi, eine Verlegering aus Tel Aviv reist nach Wien, um ihren Freund, einen 
bekannten Theaterregissseur zu treffen. In Wien begegnet sie den Spuren
ihrer Familie und beschließt die Tagebücher ihrer Großmutter Ruth zu lesen.
Damit begibt sie sich auf die Spuren ihrer Familie und einer Familiengeschichte, die niemanden unberührt lässt.

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