Autorenname: Helga Segatz

Spiel mit dem Atem – schöpferisches Handeln

von Claudia Juretzko-Schroll

 â€žNur im Spiel ist der Mensch ganz Mensch.“ 
 Friedrich Schiller

Aufgrund meiner Arbeit mit Kindern hat mich das Thema der AFA-Tagung 2001 ‘Atem-Kunst – Schöpfen aus dem Moment’ bewogen, einige Gedanken zum kindlichen Spiel und seiner Verbindung zum Atem niederzuschreiben. Spiel und Atem sind fĂŒr mich gleichermaßen Mittler zwischen Innen- und Außenwelt und scheinen Ă€hnlichen GesetzmĂ€ĂŸigkeiten zu unterliegen. Beide haben ihren Ursprung im Augenblick, werden aus dem Moment heraus kreiert. Das “Sein” im zeitlosen Raum ist das Geschenk von Atem und Spiel, wenn es uns und den Kindern gelingt, ganz einzutauchen.
Atemkraft und spielerische Ausdruckskraft wachsen uns im Laufe unseres Lebens jeden Augenblick neu zu oder werden durch Ă€ußere Faktoren eingeengt und behindert; sowohl das Spiel als auch der Atem sind leicht störbar.
Zu erforschen, inwieweit Spiel und Atem sich gegenseitig

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Atemtherapie bei Herzerkrankungen

Im Lancet, einer der besten medizinischen Fachzeitschriften weltweit (Vol 351, May 2, 1998, S. 1308 – 1311) wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Atmung von Herzkranken beschĂ€ftigt.

Dabei standen zwei Fragen im Mittelpunkt der Erforschung:
1. Was fĂŒr eine Atmung haben Menschen, die unter HerzschwĂ€che leiden?
2. Können Herzkranke ihre Atmung trainieren um zu einer besseren Sauerstoffversorgung zu kommen?

Es wurden 50 Patienten mit chronischer HerzschwĂ€che untersucht. Alle Patienten waren Nichtraucher, nicht lungenkrank, in einer stabilen Situation und erhielten Standartmedikamente fĂŒr ihre Herzerkrankung. Zur Kontrolle wurden 11 Gesunde untersucht. Bei allen wurde gleichzeitig ein EKG, Lungenvolumen, Blutdruck und SauerstoffsĂ€ttigung des Blutes gemessen. Es wurde festgestellt, das alle Herzkranken unregelmĂ€ĂŸig atmeten. Um gegen das GefĂŒhl von Atemnot anzugehen, verĂ€nderten sie unbewusst ihren Atemrhythmus: sie atmeten schneller und variierten öfter

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Nicht nur BĂ€ren machen einen Winterschlaf

Erlebnisse beim Atemkurs bei Edeltraud Koch, Berlin
von I. MĂŒller

„Wenn Sie diese spezielle Arbeit mit dem Atem noch nicht kennen gelernt haben, nehmen Sie doch mal an einer Atemstunde in der Gruppe teil. Diese Atemarbeit wendet sich nĂ€mlich an „den ganzen Menschen“ und lĂ€sst sich nur unvollkommen mit Worten beschreiben. Sie sollten die Wirkung dieser Arbeit selbst erfahren wenn Sie darĂŒber berichten möchten.“
Diese telefonische Antwort bekam ich, als ich bei der AtempÀdagogin E. Koch um eine kurze Beschreibung einer Atemstunde bat. Ich hatte gerade nichts vor, also nahm ich die Gelegenheit beim Schopfe, in drei Tagen zu meinem ersten Atemkurs zu gehen.
Zusammen mit sieben plaudernden Damen – fast alle reiferen Alters – saß ich im großen Kreis und schnell wurde es still. Konzentriert wurden sanfte Übungen von den FĂŒĂŸen, ĂŒber die Knie, zu den HĂŒften, dem Rumpf, die Arme und den Kopf angeboten. Nach den Übungen blieb immer genĂŒgend Zeit, um zu bemerken, wie die Atmung sich verĂ€ndert hat. Frau Koch erinnerte uns daran, den Atem kommen und gehen zu lassen und das eigene Maß in der Übung zu finden. Eine volle Stunde wurden so unter der Anleitung der AtempĂ€dagogin Übungen ausgefĂŒhrt. „Der Innenraum des Körpers wurde

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Schweigen

von Dieter Mittelsten Scheid, Dr.med., Psychotherapeut, Atemtherapeut
http://www.locpoci.com

Es ist still. Die Gegenwart ist da. Sie nimmt mich wahr; ich nehme sie wahr. Sie und ich verschmelzen miteinander. Es ist, was ist. Sein, Tun und Wahrnehmen werden eins. Die NatĂŒrlichkeit des Lebens spielt sich selbst. Das Licht mit seinen Reflektionen und Schatten, die tanzenden Bewegungen der BlĂ€tter und das Schwingen des hohen Halms im hörbaren Wind. Die von WasserlĂ€ufern erzeugten Wellenkreise breiten sich aus, und ihre Schatten laufen ĂŒber den Grund.
Nicht zu reden bewirkt eine grundlegende Verwandlung, eine qualitative VerÀnderung im Gewahrsein und in der Achtsamkeit. Der Fokus verschiebt sich vom Verbalen zum Unmitttelbaren. Zu schweigen ist eine Einladung, alles in sich einzulassen, was nicht aus Worten besteht. Ein unbekanntes Land tut sich auf. Eine Wirklichkeit , die aus sich selbst wirklich ist, ohne eine definierbare Bedeutung zu haben.
Ankommen ist alles,

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Der Seufzer

Der Seufzer, der steigt aus dem Herz auf – ist immer wirksam.

Er hat keine FlĂŒgel, aber er ist sicherlich fĂ€hig zu fliegen und
die Himmel zu erreichen.

aus Pakistan

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Was ist dran am Mittagsschlaf?

Viele kennen den „toten Punkt“ zwischen  13 und 14 Uhr. WĂ€hrend man in Spanien ungeniert „Siesta“ hĂ€lt, in der chinesischen Verfassung das Recht auf Mittagsschlaf verankert ist und man es in den USA neuerdings ein sog. „Power-napping“ gar als  trendy empfindet  – setzt der Deutsche lieber die Konferenz auf 14 Uhr, um den BĂŒroschlaf entgegenzutreten.

Derweil haben Schlafforscher und Chronobiologen z.B. bei 23.500 herzkranken Griechen erforscht, dass bei denjenigen, die regelmĂ€ĂŸig einen Mittagsschlaf halten, das Infarktrisiko um 37% sinkt. Die NASA fand heraus, dass Piloten reaktionsschneller waren als ihre unausgeschlafenen Kollegen und die LeistungsfĂ€higkeit „danach“ sogar um einiges höher war.

Offenbar liegt es in unserer Natur, zur HĂ€lfte des Tages eine Pause zu machen. Das beweist auch ein Versuch in einem unterirdischen Bunker, indem die Versuchspersonen selbst bestimmen konnten,

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